Abotypen (Anteilstypen)

Bei den Stammdaten Abotypen werden bei den Basisdaten die

  • Bezeichnung des Abotyps festgelegt (bspw. Gross Vegi) und eine
  • Beschreibung des jeweiligen Abotyps.
  • Es wird zudem festgelegt, wann dieser Abotyp zeitlich aktiv ist. Ein Abotyp kann über längere Zeit verfügbar sein (bspw. Jahresabo Klein Vegi mit Aktivzeit über mehrere Jahre) oder auch nur kurz (Abonnement für frischen Most, verfügbar während 4 Wochen). Ist ein Abotyp aktiv, kann ein solches Abonnement einem Abonnenten (Teilnehmer, Kunde) zugeordnet werden.

Zusätzlich wird der Lieferrhythmus festgelegt: Wöchentlich, monatlich, zweiwöchtentlich oder unregelmässig. Die regelmässigen Lieferrhytmen werden hier festgelegt, damit bei der Erstellung der Lieferdaten automatische Lieferdatenberechnungen vorgeschlagen werden können. Wird unregelmässig gewählt, müssen die Lieferdaten vollständig manuell angelegt werden.

Der ebenfalls in den Stammdaten Abotypen festgehaltene Preis entspricht dem Verkaufspreis des jeweiligen Abotyps (inkl. einer allfällige MWST).

Bei der Laufzeit geht es einerseits darum, die Abwesenheiten und andererseits die Erneuerung von Abo steuern zu können. In der Laufzeit unbeschränkte Abotypen erneuern sich automatisch, sofern sie nicht gekündigt werden. Bei den in der Laufzeit begrenzten Abotypen (begrenzt nach Anzahl Monate oder Anzahl Lieferungen) müssen die einzelnen Abonnements für die Vertragserneuerung aktiv erneuert werden (neues Abonnement). Bei der Begrenzung nach Anzahl Lieferungen, besteht die Möglichkeiten, Abwesenheiten einzugeben (also Lieferungen auszusetzen), und zwar so, dass die ausgesetzten Lieferungen das Abonnement jeweils um eine Lieferung verlängern.

Die Kündigungsfrist wird hier eingetragen, der nächste Kündigungstermin und die entsprechende Kündigungsfrist von OpenOlitor errechnet und in der Aboverwaltung und im Kundenportal hinterlegt werden kann.

Mit dem Guthaben-Mindestbestand kann den in den Stammdaten „Abotypen“ festgelegt werden, um wieviel Lieferung der Abonnent im Vergleich zu den Zahlungen im Rückstand ist. Dies erlaubt einerseits eine Inkassokontrolle und automatische Einstellung von Lieferungen, wenn der Saldo-Mind

estbestand überschritten wird, andererseits können so auch Schlussabrechnungen für zuviel bezogene Körbe erstellt werden (bspw. wenn ein Jahresabo über 52 Kalenderwochen nur 48 Lieferungen enthält, und die vier Körbe abbestellt oder bezogen werden können).

Bei den Zusatzdaten können weitere Einstellungen vorgenommen werden:

  • Wenn „wird standardmässig geplant“ aktiviert wird, erscheint dieser Abotyp in der Lieferungsplanung (also der Planung der Körbe und muss nicht manuell aufgerufen werden).
  • Bei der Anzahl Soll-Abwesenheiten kann eingetragen werden, wieviele Lieferungen (Körbe) die AbonnentInnen abbestellen müssen, um nicht eine Schlussabrechnung zu erhalten. Bei einem Jahresabonnement, das 48 Lieferungen beinhaltet, können so beispielsweise 4 Lieferungen (Differenz zu 52 Kalenderwochen) als Soll-Abwesenheiten hinterlegt werden.
  • Der Farbcode erlaubt es, die Abotypen farblich kennzuzeichnen (in OpenOlitor, aber auch auf den mittels Dokumentvorlagen erzeugten Dokumenten bspw. den Ettiketten).
  • Der Zielpreis und der Administrationsanteil dienen dazu, die Anteile der AbonnentInnen und der ProduzentInnen an den Adminstrationskosten feszulegen, falls benötigt. Der Administrationsteil der AbonnentInnen wird über den Zielpreis festgelegt. Beläuft sich beispielsweise der Abopreis des Abotyps „Klein Vegi“ auf 20 Franken, so kann über den Zielpreis (also den Preis, der über alle Lieferungen im Schnitt über das Geschäftsjahr angestrebt wird) festgelegt werden, in welcher Höhe die AbonnentInnen effektiv Lebensmittel erhalten. In Initiativen, die nicht mit Preisen pro Produkt arbeiten, kann dieser Teil der Konfiguration ausgelassen werden. Die Zielpreisberechnung ist in den Fällen etwas komplizierter, wenn Flächenpauschalen zum Einsatz kommen, wenn also eine gewisse Summe bei den Abotypen abgezogen wird, weil diese Produkte nicht pro Menge geerntete Lebensmittel, sondern pro angebaute Fläche pauschal entschädigt werden. Wenn zusätzlich Vegane oder Vegetarische Abotypen bestehen, kann mit der Zielpreisberechnungen auch eine Eier-Tierpauschale berücksichtigt werden, also eine Pauschale, die nicht bei allen Abotypen angerechnet wird. Die Zielpreisberechnungen selbst wird ausserhalb des Tools erstellt. Wir werden hier eine Beispielberechnungen zur Verfügung stellen. Während der Administrationsanteil der AbonnentInnen über die Zielpreis berücksichtigt wird, wird der Administrations-Anteil der Produzenten hingegen direkt in Prozent abgerechnet. von 100% werden über den Zielpreis also beispielsweise 10% Admin-Anteil der AbonnentInnen abgezogen (ein Korb à 20 Franken hat dann einen Zielpreis von 18 Franken), die Produkte werden für diesen Zielpreis auf die Körbe verteilt und bei der Produzentenabrechnung wird dann vom Totalpreis der Administrationsanteil von 15 Prozent abgezogen. Die Anzahl aktiver Abonnemente schliesslich zeigt, wieviele Abonnements diesem Abotyp effektiv zugeordnet sind.

Ebenfalls beim jeweiligen Abotyp werden auch die Art der Lieferung und die Lieferdaten festgelegt.

Bei der Vertriebsart stehen die Depotlieferung (an Sammelstellen), die Heimlieferung (einzeln an bestimmte Adressen, wobei die Rechnungs- und die Lieferadresse abweichen können). Die Postlieferung kann als Dritte Variante angewählt werden.

Bei der Heimlieferung wird eine Liefertour ausgewählt (zuvor konfiguriert in den Tour-Stammdaten), bei der Depotlieferung ein Depot (vorher konfiguriert in den Depot-Stammdaten). Die Postlieferung erfordert keine zusätzliche Konfiguration, da die Aboadresse bzw. Lieferadresse bei den Teilnehmerdaten (Kundendaten) bereits hinterlegt ist.

Dann werden pro Abotyp ein Liefertag ausgewählt und diesem Liefertag werden Depots, Touren und/oder Postlieferung als Vertriebsarten zugeteilt. Pro Abo und Liefertag werden die Lieferdaten eingegeben (die Lieferdaten können als Vorschlag errechnet oder ganz manuell eingegeben werden, es können nach der Berechnung auch einzelne Lieferdaten wieder gelöscht werden). Ein Abotyp kann also einen Liefertag und mehrere Vertriebsarten umfassenn. Bei der Zuweisung des Abotyps zum Abonnenten wird dann unter den hier erstellten Varianten ausgewählt.

Wichtig: In der Lieferplanung werden die einzelnen Abotypen gesamthaft zusammengestellt, also unabhängig von der Vertriebsart. Liefert eine Initiative beispielsweise den Abotyp „Klein Vegi“ am Mittwoch an 10 Depots, 4 Touren und 5 Körbe als Postlieferung, und ist der Korbinhalt immer derselbe, muss nur ein Abotyop erfasst werden. Gibt es dagegen den kleinen Vegi-Korb einmal am Donnerstag in ein Depot, am Freitag nach Hause und am Samstag per Post, müssen drei Abotypen erfasst werden.